Das Projekt

Die Stadt Norderstedt baut bis 2023 ein „Bildungshaus“ – so lautet der Arbeitstitel des Bauprojektes, das im Ortsteil Garstedt die Stadtbücherei, die Volkshochschule und das Stadtarchiv unter einem Dach vereinen wird. Das innovative Haus soll ein inspirierendes, aktivierendes Lernangebot für alle Menschen bieten, ein Ort des öffentlichen Lebens, ein Bildungsort im besten Sinne, auch ein Treffpunkt für die Nachbarschaften sowie ein Ort der Kultur  – in Garstedt, aber mit Wirkung für die gesamte Stadt und einer Strahlkraft über die Stadtgrenzen hinaus.

Ein Haus für alle

Hohe Aufenthaltsqualität, niedrigschwellige Angebote, vielfältige Kursangebote sowie Kooperation mit den Einrichtungen und Initiativen des Stadtteils führen in dem Haus unterschiedlichste Alters- und Bevölkerungsgruppen zusammen. Als Treffpunkt für Menschen aller sozialen Milieus wird das Haus eine zutiefst demokratische Einrichtung und ein sogenannter „Dritter Ort“.

Chancen für den Stadtteil

Mit dem Bildungshaus wird nicht nur ein innovatives Bildungsangebot für die gesamte Norderstedter Bevölkerung geschaffen. Zusammen mit der Aufwertung des Adenauerplatzes soll das Gebäude einen wichtigen städtebaulichen Akzent an der Europaallee setzen und ein offenes funktionales Bindeglied zwischen Park und Europaallee mit einer publikumswirksamen, in den Stadtraum hineinwirkenden Erdgeschosszone bilden. Neu gestaltet wird auch der gesamte Außenbereich rund um das Bildungshaus. Alles, was dem Bau weichen muss, entsteht neu: ein Spielplatz, ein Bolzplatz und die Parkanlage, mit neuen Wegebeziehungen, die sich zum Willy-Brandt-Park hin öffnen. Die geplante Tiefgarage könnte später auch für die geplante Wohnbebauung mitgenutzt werden. Diese soll nach Fertigstellung des Bildungshauses und Abriss der alten Garstedter Bibliothek auf diesem Grundstück entstehen.

Innovative Architektur aus der Hauptstadt

Das Büro Richter Musikowski GmbH aus Berlin, das sich schon mit dem „Futurium“ einen Namen gemacht hat, überzeugte die Jury des Architekturwettbewerbs einstimmig mit dem spektakulären Entwurf seines dreigeschossigen Baus. Einfühlsam soll sich nach den Plänen der Architekten der Baukörper, der sich optisch aus drei Teilen zusammenfügt, zwischen den Baumkronen des Garstedter Grüngürtels platzieren, mit einer modernen, hellen Holzfassade und einem begehbaren Dach inklusive Photovoltaik-Anlage.

Maßgeschneidertes Innenraumkonzept

Das einladende Gebäude wird drei Haupteingänge besitzen. Im Inneren ist es hell und durchlässig und wird charakterisiert durch ein Atrium, über das Tageslicht in alle Etagen flutet. Eine „Bildungstreppe“ erschließt das ganze Haus und dient gleichsam als Tribüne oder Sitzgelegenheit. Die Architektur bietet sowohl anregende Aus- und Einblicke als auch Rückzugsorte. Die gewählte Split-Level-Bauweise ermöglicht außergewöhnliche Blickbeziehungen und kurze Wege. Die einzelnen Ebenen verbinden sich zu einer Bildungslandschaft und laden zum Erkunden und Entdecken ein. Das konkrete Innenraumkonzept wird zurzeit in einem kreativen Prozess von Mitarbeiter/-innen und Kunden mit dem „Creative Guide“ Aat Vos erarbeitet.